Der Deutsch E-Kurs des Jahrgangs 7 der Wilhelm-Leuschner-Schule in Niestetal startet ein Projekt. Das klassische Medium Buch wird mit neuen Medien verbunden. So werden verschiedene Bücher von den Schülerinnen und Schülern gelesen, bearbeitet, wichtige Stellen miteinander diskutiert und thematische Vertiefungen erfolgen. Viel Spaß in unserem Webforum!
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Gespräch eines Psychotherapeuten zu Rebecca

in Interview 19.12.2010 12:43
von Celinaa | 53 Beiträge

Dr.: Liebe Rebecca, ich begrüße Dich heute in meiner Sprechstunde und hoffe, ich kann einiges aus Deinem Leben erfahren.
R.: Hallo, ich hoffe, Sie können mir helfen.
Dr.: Also, warum bist Du der Meinung, das du immer noch zu dick bist?
R.: Das weiss ich auch nicht, ich sehe mich eben ganz anders, als andere mich sehen. Außerdem ekelt es mich an, wenn die anderen so viel essen und ich muss dabei zusehen und das gleiche essen.
Die anderen erwarten von mir, dass ich essen genauso genieße wie sie, aber wenn meine Freundin Jessie die Doughnuts in sich reinstopft wird mir schlecht.
Dr.: Es ist aber sicherlich nicht nur das essen, oder? Was hat es zu bedeuten, dass du dir Zahlentage ausdenkst oder die Sache mit den Farben?
R.: Die Frage kann ich gar nicht beantworten, denn das kommt einfach so, ganz von selbst. Ich wache auf und schon sind solche Ideen in meinem Kopf und die muss ich einfach umsetzen, sonst bin ich nicht zufrieden. Natürlich muss ich immer aufpassen, dass die anderen das nicht merken.
Da alle in meiner Familie aber so beschäftigt mit sich sind, fällt es keinem auf.
Dr.: Hast du das Gefühl, deine Familie vernachlässigt dich, oder kümmern sich zu wenig um dich?
R.: Kann schon sein, jeder ist mit seinen Problemen beschäftigt.
Dr.: Ich habe da Ideen, wie ich dir helfen kann. Das beste für Dich ist jede Menge Ablenkung. Zum Beispiel Sport oder ein Nähkurs.
So kannst Du zeigen was Du kannst und wirst schnell erkennen, das es wichtig ist, stark in einer Gruppe zu sein.
Es macht Spaß mit anderen was zu erreichen, du wirst sehen, dass du was schaffen kannst, ohne immer darüber nach zu denken, wie viele Stücke du essen darfst. Hab einfach Freude an Hobbys und geh mit Freunden aus, mal ins Kino oder zum Schlittenfahren.
So wirst du weniger über dein Gewicht nachdenken und irgendwann auch nicht mehr über das essen, weil du automatisch Hunger bekommst wenn Du unterwegs bist.
Du kannst dich nach der Schule mit unterschiedlichen Freunden treffen und gemeinsam Hausaufgaben erledigen. Zusammen mit deinen Klassenkameraden wirst du schnell wieder aufholen, was du verpasst hast.
Das schaffst du, aber du musst an dich glauben...
R.: Das hört sich richtig gut an, ich glaube, ich schreibe mir einen Plan,...
Dr.: NEIN, auf keinen Fall, dann bist du wieder in einem Rythmus drin.
Entscheide einfach spontan, ruf jeden Tag jemanden an, so wie du Lust hast. Ich bin immer für dich da und helfe dir in den nächsten Wochen weiter. Wenn du Fragen hast, kannst du mich auch unter einer Privatnummer anrufen.
R.: Danke, das Gespräch hat mir schon sehr geholfen. Ich habe so viele Vorschläge bekommen, das wär mir selber gar nicht eingefallen.
Dr.: Zusammen schaffen wir das, ganz sicher!
R.: Bis zur nächsten Stunde bei ihnen, habe ich sicher ein Hobby gefunden, was mir Spaß macht!
Danke und bis nächste Woche!
Dr.: Machs gut Rebecca und Kopf hoch!!!

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